Alltag lass nach

Heute ist der Tag der Abreise. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge beenden wir heute unseren Urlaub. Klar freuen wir uns irgendwie auch wieder auf den Alltag, auf unsere Freunde und unsere Familien. Aber der Urlaub war gigantisch und wenn uns die Zeit und das Geld geblieben wären, hätten wir gerne noch ein paar Tage drangehängt. Wenn wir nach Hause kommen, haben wir noch zwei Tage Zeit, um uns wieder einzuleben. Diese Zeit werden wir nutzen, um die vielen Fotos, die Lea geschossen hat, anzuschauen. Danach werden wir uns mit den vielen Souvenirs, die wir in Frankreich, London, Berlin, Leipzig und Alkmaar gekauft haben, einen kleinen Schrein errichten.

Bevor wir heute Morgen unsere Koffer packten, genossen wir ein Sektfrühstück mit Erdbeeren. Lea sah schon ein wenig zerknirscht aus. Ich versprach ihr, dass wir irgendwann noch mal in Frankreich Urlaub machen würden, wofür sie mir ein dankbares Lächeln schenkte. Wir haben uns schon jetzt dafür entschieden, dass wir unseren nächsten Urlaub wieder mit der Bahn bestreiten werden, um wieder bequem verschiedene Länder und Städte besuchen zu können.

Die Koffer waren gepackt. Noch hatten wir aber ein paar Stunden Zeit, bevor es wieder zurück nach Deutschland gehen sollte. Diese Zeit nutzten wir für eine Stadtrundfahrt. Wer nach Paris fährt, sollte diese in jedem Fall einmal gemacht haben. Während einer Stadtrundfahrt kommt man an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei wie zum Beispiel dem perfekten Motiv von Lea – dem Eiffelturm. Ich bekomme immer noch eine Gänsehaut, wenn ich daran zurückdenke, wie viel Angst Lea und ich hatten, als wir mit dem Fahrstuhl zu den Aussichtsplattformen rauf gefahren sind. Ich hoffe, Lea hat nicht gemerkt, dass ich auch Bammel hatte.

Während der Stadtrundfahrt sahen wir neben dem Eiffelturm auch den Louvre, Sacre Couer und Notre Dame sowie einige andere Sehenswürdigkeiten. Es war wirklich eine aufregende Zeit in Paris. Zu schade, dass diese nun vorbei ist. Wir hatten nicht mehr viel Zeit. Also deckten wir uns in einer Patisserie mit Köstlichkeiten für unterwegs ein. Die originalen Eclairs und Petit Fours sind mit denen, die in Deutschland angeboten werden, einfach nicht zu vergleichen. Zudem nahmen wir noch Paris-Brest mit. Dabei handelt es sich um ein Brandteiggebäck, das nach dem gleichnamigen Pariser Radrennen benannt wurde. Das Gebäck erinnert an einen Fahrradreifen. Im Inneren des Teils verbirgt sich eine Buttercreme, die süchtig macht.

Nach unserem kleinen Einkauf gingen wir zurück ins Hotel, um unsere Koffer zu holen und auszuchecken. Lea nahm mich in den Arm und gab mir einen letzten Kuss, bevor es zum Bahnhof gehen sollte. Nun müssen wir aber wirklich los. Ich hoffe, der Zug lässt nicht allzu lange auf sich warten. Sonst fällt Lea und mir der Abschied vermutlich noch schwerer.

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