Das Leben kann so schön sein!

Vor gut einer Stunde sind wir mit Dannys Flugzeug wieder in Richtung Europa aufgebrochen. Nun sitze ich hier, etwas wehmütig und lass noch einmal die letzten Tage Revue passieren. Unvergesslich wird das Geschehenen sein – auf was für ein Abenteuer hatten wir uns da bloß eingelassen? Aber wir bereuen nichts! Unsere erotische Nacht mit Danny und  Blanche waren wirklich ein außergewöhnlicher Höhepunkt, der eine Bereicherung für unser Leben und für unsere Liebe war, und uns ist klar, dass dies nur aufgrund des tiefen Vertrauens zwischen Finn und mir möglich war. Doch diese Nacht war ja nur ein Höhepunkt von vielen, die uns in den letzten Wochen widerfahren sind. Ich nehme an, dass die grandiosen Erlebnisse noch lange positiv in unseren nun bald wieder beginnenden Alltag nachwirken werden. Die Freundschaft zu Danny und Blanche wird sicherlich bestand haben, denn unser Gönner hat schon angekündigt, uns zu einem neuen Trip mitnehmen zu wollen. Das Leben kann so schön sein!

Dies ist nun vorerst mein letzter Reisebericht.

Aufstehen gegen Rassisten

Den Sonnabend verbrachte ich mit Finn an einem der wenigen schönen Badestrände von Saaba; diese Insel ist eben eher etwas für Menschen die den Tauchsport lieben. Einige Stunden waren wir hier allein und genossen es, uns hüllenlos den sehr warmen Sonnenstrahlen hinzugeben. Immer wieder erstaunte uns, mit was für einer unbändigen Wucht mächtige Wellen an das Ufer heranrollten. Finn meinte, dass das an einem Sturm liegen könnte, der draußen auf dem Meer wütete.

Ein Sturm ereignete sich auch am Abend, als wir wieder zurück waren und uns zusammen mit Dannys und seiner Crew zum Dinner einfanden. In dem Restaurant wo wir unsere Mahlzeiten einnahmen, gibt es einen jungen, sehr dunkelhäutigen Kellner namens Mbotto, der oft mit etwas stoischen Gesichtsausdruck unser Essen servierte. An diesem Abend bediente er am Nebentisch gerade eine Gruppe US-Amerikaner, die uns schon vorher unangenehm durch ihr lautstarkes Verhalten auffiel. Als Mbotto dabei war ihnen die Suppe zu servieren, hörten wir von einem aus der besagten Gruppe, einem breitschultrigen, rotgesichtigen  Stiernackentypen, die unverschämte Aufforderung: „Hey Blacky, lach doch mal, hier ist es doch bestimmt lustiger als im Urwald, aus dem du kommst“. Grölendes Gelächter am Nebentisch, Totenstille an unserem. Nach ein paar Schrecksekunden, zischte ich  ein empörtes und lautes „Asshole“ in Richtung des Rednecks. Für kurze Zeit war es nun auch am Nebentisch mucksmäuschenstill. Dann erhob sich das “Asshole“ von seinem Platz und baute sich mit der Frage, ob ich das was ich gesagt habe noch einmal wiederholen könne, drohend vor mir auf! Er hatte das letzte Wort noch nicht ganz ausgesprochen, da schnellten gleichzeitig Finn und Danny von ihren Plätzen, um ihm deutlich zu machen das es jetzt genug sei. Nun standen auch ein paar Typen vom Nebentisch mit auf. Und bald darauf standen wir alle, Finn, ich und sechs Leute von Dannys Crew, sowie der Stiernacken und seine drei Kumpels. Nur Blanche war an diesem Abend, weil es ihr nicht so gut ging, auf ihrem Zimmer geblieben. Zahlenmäßig waren wir also in der Überzahl, aber der Redneck sah aus wie ein Rambo. Was Danny nicht abhielt, ihm mitzuteilen, dass er ein „ugly Racist“ sei. Oweia, ich sah eine mächtige Keilerei auf uns zukommen! Und richtig, der Typ holte nun mit seiner stark behaarten Pranke zu einem Schwinger in Richtung unseres Gönners aus. Ich wollte schon weggucken, als ich mitbekam, dass Danny sehr elegant den ankommenden Schlag blockte und den Arm seines Kontrahenten, mittels eines Hebels, dazu verwendete ihn auf den Boden zu zwingen. Das ganze sah unglaublich geschickt, flink und gekonnt aus, dass allen bewusst wurde, hier ist jemand mit dem man sich besser nicht anlegen sollte.

Nachdem der blöde Typ, seinen verletzten Arm haltend und wild fluchend, von seinem Kumpels raus gebracht wurde, setzten wir uns alle wieder hin. An ein entspanntes Abendessen war nun nicht mehr zu denken. Unsere Runde vermied es noch groß über den Vorfall zu reden, stattdessen versuchten sich Dannys Leute über den am nächsten Tag stattfindenden Tauchgang abzustimmen.

Ich muss schon sagen, dass ich von Dannys Auftritt schwer angetan war, aber auch dass Finn mir umgehend zur Seite stand, fand ich süß. Als ich mit ihm wieder allein war, schwärmte ich etwas von unserem Gastgeber, aber nicht zu viel, sonst wäre mir mein Liebster noch eifersüchtig geworden.

Gefahr in faszinierender Tiefe

Heute haben wir endlich unseren ersten Tauchgang genießen können. Nach einer erholsamem Nacht, sind wir mit Danny und Blanche, die für uns einen alten Rover aufgetrieben hatte, nach Fort Bay, dem einzigen Hafen von Saba gefahren. Irgendwie wurde ich mit Blanche nicht richtig warm. Schon im Fugzeug haben wir kaum miteinander gesprochen, dafür scheint sich Finn prächtig mit ihr zu verstehen. Sie hat schon eine besondere Ausstrahlung. Das muss man ihr lassen. Trotzdem wirkt sie auf mich auch immer etwas arrogant. Aber ich habe mir nichts anmerken lassen. Als wir im Tauchboot von Sea Saba saßen, war sie auch gar nicht mehr wichtig. Meine Vorfreude auf das Tauchen ließ keine negativen Gedanken mehr zu. Außerdem hatte ich durch die vertrauenerweckende  Ausrüstung und die kompetente Einweisung, die wir vorher von unseren Tauchguide bekommen hatten, das Gefühl dass wir uns hier in guten Händen befanden. Mit der 14m Jacht „Giant Stride“ fuhren wir zu unserem ersten Tauchort, der nicht weit von der Küste entfernt war. Beim Diamond Rock ging es in die Tiefe. Unser aus Italien stammender Guide, mit dem Namen Luigi, schwamm voran und zeigte uns die schier umwerfende Pracht der hiesigen Unterwasserwelt, die in keiner Weise mit der Griechenlands zu vergleichen war. Nach wenigen Minuten schon, gleiteten wir an einem großen Schwarm orange schimmernder Fische vorbei. Weiter ging es über sagenhaft schöne Korallen und Schwämme. Dann macht mich Danny auf einen rötlich glänzenden Fisch aufmerksam, der, als er näher kam, ein Geräusch machte, dass sich anhörte wie Grunzen! Später erklärte er mir, dass es sich um einen Schweinsfisch gehandelt hatte, der seinem Namen alle Ehre machte.  Beeindruckend war auch die Begegnung mit den vielen schwarz-rot gestreiften Torpedofischen und einem Schwarm Barrakudas, die viel weniger gefährlich sind als viele denken. Es war einfach umwerfend, was für eine fantastische Dimension von vielfältigen bunten Leben sich uns dort unten eröffnete.

Ich war so begeistert von dem Geschehen, dass ich gar nicht merkte, wie weit ich mich von den anderen schon entfernt hatte. Weit und breit war nichts von ihnen zu sehen! Auch hatte ich jegliches Zeitgefühl verloren und war in eine Tiefe vorgedrungen, in der ich vorher noch nie gewesen bin. Mein Finimeter zeigte an, dass mir nur noch wenig Luft zum Auftauchen bleiben würde. Es war mir bewusst, dass ich mir schon etwas Zeit nehmen müsste, um heil wieder an die Oberfläche zu gelangen. Allerdings war mir nicht klar, ob ich es wirklich schaffen würde. Schon einigermaßen bänglich schaute ich nach oben. Würde ich das noch schaffen? Auf einmal sah ich die Silhouette einer schwarzen Gestalt auf mich zukommen. Es war Blanche, die mich hier unten gefunden hatte. Sie hatte eine Ersatz-Sauerstoffflasche für mich dabei, die ich glücklich in Empfang nahm. Die anderen waren derweil schon längst aufgetaucht und hatten sich natürlich besorgt darüber gewundert wo ich abgeblieben bin. Deshalb machten sich der Guide und die sehr taucherfahrene Blanche an verschiedenen Stellen auf die Suche nach mir.

Kaum war ich wieder an Bord unserer Yacht, wurde mir gehörig und verständlicher Weise von Luigi der Kopf gewaschen, obwohl, wie ich fand, auch er etwas auf mich besser hätte aufpassen können. Aber schließlich bin ich selbst in erster Linie verantwortlich für mein Tun. Als ich anfing ein paar Tränen zu vergießen, war ich froh, dass Finn mich tröstend in seine Arme nahm. Alle hatten sich Sorgen um mich gemacht, das war ein sehr ambivalentes Gefühl für mich.

Blanche hatte ab jetzt bei mir selbstverständlich einen Stein im Brett. Nachdem Finn und ich den Nachmittag faulenzend am Strand verbrachten, lud ich Blanche am Abend zu einem Cocktail an der Hotelbar ein. Wir verstanden uns prima, und erzählten uns gegenseitig ein paar Geschichten aus unseren Leben. Sie ist in Boston aufgewachsen und hat eine herbe Kindheit hinter sich. Ihr Vater, den sie sehr geliebt hatte, war ein Gangsterboss gewesen, und kam bei einem Schusswechsel mit einem FPI-Beamten ums Leben, als sie zwölf war. Sie meint bis heute, dass ihm eine Falle gestellt wurde und man ihn regelrecht hingerichtet hätte. Weil ihre Mutter Alkoholikerin war, wurde sie in ein Heim gebracht. Trotzdem begann sie später ein Jura Studium, dass sie allerdings wegen der vielen sich elitär gebährenden Mitkommilitonen vorzeitig abbrach. Mit ausschlaggebend war dabei auch Danny, den sie während eines Vortrags an der Uni kennenlernte. So wie sie von ihm erzählte habe ich den Eindruck, dass sie in ihm, in den vier Jahren in denen sie jetzt zusammenarbeiten, eine Art Vaterersatz gefunden hat. Während ich mich mit Blanche den Abend über angeregt unterhalten habe, hat sich Finn frühzeitig ins Bett verkrümelt. Als ich in unser Hotelzimmer zurück kam, war er schon am Schlafen. Schade.

Auf der Fährte der Königskobra

Nie hätte ich gedacht, dass wir morgen schon wieder Zakynthos verlassen werden, aber dieses Angebot von unserem neuen Gönner Danny konnten wir einfach nicht ausschlagen. Der Abschied von hier fällt uns auch deshalb nicht schwer, weil die von der Reiseleitung geplanten Ausflüge, so wie es aussieht, die nächsten Tage wegen Benzinmangel ins Wasser fallen werden. In ganz Griechenland sind nämlich die Tanklasterfahrer in Streik getreten, was zur Folge hat, dass es an den Tankstellen kein Benzin mehr zu kaufen gibt. So wie es heißt, ist auch kein Ende abzusehen.

Um uns trotzdem einen schönen Tag zu bescheren, haben wir auch hier wieder einmal Fahrräder geliehen und uns auf den Weg in den Hauptort von Zakynthos gemacht. „Zakynthos Stadt“ liegt an einem Hügel und ist von der Form her angelegt wie ein antikes Theater. Kaum hatte Finn die alte Zitadelle auf dem Hügel entdeckt, wollte er auch gleich hinauf. Ich verstehe ja seine Begeisterung für schöne Blicke, aber noch hatte ich keine Lust dazu. Also haben wir uns erst einmal einen Bummel durch die engen Gassen der Stadt gemacht. Dabei fiel mir eine Boutique auf, die in ihrem Fenster einige wirklich schicke Klamotten  anbot. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen! Finn musste mich aber gleich damit aufziehen, dass ich mich wohl für Danny aufbrezeln will. Bestimmt ist er immer noch wegen gestern etwas verstimmt, als ich mit unserer neuen Bekanntschaft im Wasser verschwunden bin. Aber er soll sich mal nicht so haben, schließlich hat er meinem Wettschwimmen eine Reise nach Saba zu verdanken.

Ich habe mir dann ein wunderbar leichtes und  toll geschnittenes, ärmelloses gelbes Sommerkleid zugelegt, dass auch Finns außerordentliche Zustimmung fand.

Nach einem kleinen Imbiss, erstiegen wir auf engen Wegen, von denen man einen herrlichen Panoramablick auf die Stadt, den Hafen und das Wasser hatte, die Anhöhe die hinter der Stadt liegt und schauten uns die Ruinen des venezianischen Schlosses an. Ich nehme mal an, dass dieses  alte Gemäuer schon viel früher und nicht erst vom Erdbeben zerstört wurde, das 1953 fast die ganze Stadt vernichtet hat.

Beim Abstieg habe ich mir dummer Weise meinen Fuß verstaucht, sodass ich bis zu unseren unten abgestellten Fahrrädern humpeln musste. Eigentlich wollten wir uns jauch noch den Hafen angucken, aber daran war nun nicht mehr zu denken. Stattdessen machten wir uns auf den Heimweg, zu unserem 7 Kilometer entfernten Hotel. Da dort gerade jemand von der Reiseleitung zu sehen war, versuchte Finn ihr klarzumachen, dass wir wegen nicht erbrachter Leistungen, durch den weiterhin angekündigten Tankwagenfahrerstreik, von der Reise zurücktreten wollen. Man erzählte ihm dann irgendwas von „höherer Gewalt“ und so. Wie es aussieht wird es auf einen Rechtstreit hinauslaufen. Aber das schreckt uns nicht, wir haben einen verdammt guten Rechtsanwalt!

Während Finn noch seine E-Mails schecken wollte, traf ich Danny auf dem Hotelflur. Als er sah, dass ich humpelte, ist er gleich in sein Zimmer gestürzt und hat ein kühlendes Gel für die Schwellung besorgt. Das Zeug, das er aus Australien mitgebracht hatte, hat wahre Wunder bewirkt.

Jetzt ist es fast Mitternacht und ich spüre kaum noch Schmerzen in meinem Fuß. Beim Abendessen saß  Danny an unserem Tisch und unterhielt uns mit einer Geschichte die er im Thailändischen Dschungel erlebte. Er hatte den Auftrag bekommen, die längste Giftschlange der Welt zu filmen, die beeindruckende Königskobra. Mit einheimischen Führern machte er sich auf den Weg in die Tiefen des Urwalds. Nachdem sie Stunden unterwegs waren, fand Danny eine größere Schlangenhaut, die er aber nicht genauer identifizieren konnte. Einer seiner Scouts meinte, da sie jetzt im Gebiet der Königskobras wären, sollten alle ausschwärmen und sich auf die Suche begeben. Es wurde abgemacht, dass, wer eine entsprechende Spur findet, laut rufen sollte. Unverständlicher Weise hatten sie aber nicht abgesprochen, wo sie sich bei erfolgloser Suche wieder treffen. So kam es, dass Danny sich nun allein in die Wildnis aufmachte – und sich heillos verlief! Auf sein Rufen erfolgte keine Antwort, zu weit waren alle auseinander gestrebt. Danny wurde ziemlich mulmig zumute und beschloss, um bessere Übersicht zu bekommen, sich zu einen in der Ferne gelegenen Hügel durchzuschlagen. Auf dem Weg dahin, stieß er wieder auf eine Schlangenspur. Und da er die Strapazen nicht umsonst gemacht haben wollte, folgte er ihr hinein ins Dickicht. Da, auf einmal, nur wenige Meter entfernt sah er sie. Unser Abenteurer zückte seine kleine, hochwertige JVC Kamera und begann zu filmen. Normalerweise sind die meisten Schlangen sehr scheu und verkrümeln sich wenn sie auf Menschen treffen, diese jedoch war äußerst angrifflustig und bewegte sich auf Danny zu. Er meinte, dass er voll im Filmrausch war und die Gefährlichkeit der Situation nicht erkannte. Als dann noch ein Zweig unter seinen Füßen krachte, bäumte die Schlange, die er auf gut zwei Meter Länge schätzte, sich auf und spie ihm aus der Entfernung ins Gesicht, er war an eine Speikobra geraten! Seine Haut fing sofort höllisch an zu brennen. Nur dem Umstand, dass das eine Auge durch die Kamera verdeckt war und er das andere geschlossen hielt, hatte er zu verdanken, dass er sein Augenlicht nicht verlor. Mit verätzter Gesichtshaut und unter qualvollen Schmerzen kämpfte er sich weiter in Richtung des Hügels. Doch dieser wollte einfach nicht näher kommen, außerdem fing es auch langsam an dunkel zu werden. Zu allem Überfluss kam noch ein Sturz, bei dem er so unglücklich auf sein Handgelenk fiel, dass er es kaum noch bewegen konnte. Bald machte er sich keine Hoffnung mehr den Hügel bei Tageslicht erreichen zu können. Seine Verzweiflung wuchs, und er fragte sich, ob der Film in seiner Kamera wohl jemals gesendet werden würde! Doch kurz bevor die Nacht anbrach, traf er auf eine kleine Lichtung mit einigen Hütten. Er hatte Glück, dass diese bewohnt waren und ihm geholfen werden konnte. Die Einheimischen wussten wie mit solchen Schlangenattacken umzugehen war und linderten bald seine Schmerzen.

Und nun kommt das tolle an der Geschichte: Eine seiner Pflegerinnen, namens Sumalee, was soviel wie Blume bedeutet, nahm sich besonders viel Zeit um sich um Danny zu kümmern und wich fortan nicht mehr von seiner Seite. Die beiden verliebten sich ineinander und zogen gemeinsam von dannen um den Rest ihres Lebens zusammen zu verbringen.

Das klappte zwar dann doch nicht, aber das ist eine andere Geschichte, wie Danny meinte, und außerdem sei es auch schon viel zu spät, denn schließlich wollen wir morgen Früh nach Saaba aufbrechen. Nur soviel sei noch gesagt, der Film den er von der Schlange machte, wurde ein Riesenerfolg, denn niemals vorher gelang es jemanden eine Speikobra auf diese eindrucksvolle Weise zu filmen!

Erste griechische Impressionen

Bevor gestern Abend unser Flug nach Zakynthos in Griechenland abhob, haben wir noch dem KDW einen Besuch abgestattet. Die Auswahl dieses Kaufhauses ist absolut beeindruckend, aber was mir gar nicht gefallen hat, war die schlechte Luft in dem Haus. Trotzdem bin ich nicht umhin gekommen, mich in der Abteilung mit den vielen Damentaschen, länger aufzuhalten. Finn war nach einiger Zeit etwas genervt, was ich eigentlich auch verstehen kann, weil ich mich wieder einmal so schlecht entscheiden konnte. Während er schnell einen neuen Rucksack für die Wanderung fand, die wir uns für Griechenland vorgenommen haben, brauchte ich mindestens noch zwanzig Minuten, bis ich mich für eine schöne und vor allem geräumige Handtasche für meinen ganzen Krimskrams entschieden hatte.

Eigentlich bin ich ja nicht so für Pauschalreisen, aber dieses Lastminute Angebot für einen einwöchigen Tauchurlaub inklusive Wandern konnten wir uns einfach nicht entgehen lassen. Und da ich in meiner Jugend schon einige Male griechischen Inseln einen Besuch abgestattet habe, schien Zakynthos genau das Richtige zu sein. Eigentlich wollte ich uns eine Ferienwohnung mieten. Finn bestand jedoch darauf mit einer kostengünstigeren Pension vorlieb zu nehmen, da wir ja die meiste Zeit eh unterwegs sein würden. Zudem seien die Ferienwohnungen auf Zakynthos extrem überteuert, meinte er.

Als ich heute Morgen in unserer Pension aufwachte, meinte Finn zu mir, dass es regnen würde. Und richtig, am Fenster hörte es sich nach einem kräftigen Platzregen an! So dachte ich jedenfalls, doch wie sich schnell herausstellte, war es dann nur eine falsch platzierte Rasensprenkleranlage die auf unser Fenster ausgerichtet war.

Unseren ersten Ausflug machten wir, nach einem ziemlich kargen Frühstück, zur Westküste der Insel. Der Blick der uns hier auf das weite Meer, auf die Berge und Felsen erwartete war einfach umwerfend. Ich bin immer sehr berührt von so viel eindrucksvoller Natur. Hand in Hand standen Finn und ich auf einem Aussichtpunkt und genossen die Weitsicht

Die Mittagszeit, die doch sehr heiß war, verbrachten wir im Bett. Weil uns von der Reise noch ein wenig die Müdigkeit in den Knochen steckte, war Ausruhen angesagt. Aber Finn wollte dann doch lieber was anderes, und ich eigentlich auch. So war der Schlaf danach zwar kürzer, dafür aber um so schöner.

Da der erste Tauchausflug erst morgen beginnt, hatten wir heute Zeit uns den Strand anzuschauen, an dem die vom Aussterben bedrohte Meeresschildkröte Caretta caretta ihre Eier ablegt. Hier ist einer der wenigen Orte Europas, an denen man diese seltenen Tiere in freier Natur noch bewundern kann.  Aus 1000 am Strand abgelegten Eiern, schlüpfen nur ein bis zwei Schildkröten, die sich unmittelbar danach auf dem Weg zum Meer machen. Mich erinnerten diese herrlichen Geschöpfe, mit ihrer gemächlichen und eindrucksvollen Art, an Lisa, meine Schildkröte aus Kindertagen, die traurigerweise von Vaters Auto überrollt wurde. Vielleicht sollte ich mir wieder eine anschaffen?

Vom Bad ins Mittelalter

Auch wenn Finn es ein wenig dekadent findet, habe ich ihn heute Morgen wieder dazu bekommen gemeinsam mit mir im Bett zu frühstücken. Ich finde es einfach herrlich den Tag so beginnen zu können. Obwohl ich mir auch noch eine andere Art vorstellen kann, gut in den Tag zu starten…

Da wir beide einen Hang zu schönen Badzubehör haben, hatten wir uns für heute Vormittag vorgenommen einem Designer-Bäderstudio, das gar nicht weit von unserem Hotel entfernt war, einen Besuch abzustatten. Dort, so sagte man uns, gäbe es sehr schöne Badmöbel, die nicht überall zu finden wären. Denn nichts langweilt Finn und mich mehr als 0815 IKEA Schnickschnack. Unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Im Geschäft war ein wirklich überwältigendes Angebot an faszinierenden Badaccessoires und Badezimmermöbel. Futuristisch aussehende Badewannen und Duschkabinen, die Finn gleich an seinen Lieblingsfilm „Uhrwerk Orange“ (ich finde diesen Film einfach nur furchtbar) erinnerten oder Badheizkörper und Armaturen, die aus einem Science Fiction Film hätten stammen können, erwarteten uns. Sehr beeindruckt haben mich auch die Antikmöbel im Barockstil. Wie faszierend wäre es, bei Betreten des Badezimmers einen kleinen Zeitsprung zu machen. Am meisten angetan war ich dann aber doch von einer großen Holzbadewanne, im Stil eines Fasses und einer in der gleichen Art fabrizierten Doppeldusche. Ob ich Finn dazu überreden kann, dass wir Zuhause bald mal wieder das Bad renovieren sollten?

Noch inspiriert von unseren Besuch im U-Bahn-Museum, und weil es eine gute Möglichkeit ist eine Stadt wie Berlin aus der Alltagssicht ihrer Bewohner kenenzulernen, beschlossen wir für unsere Nachmittagsaktivitäten den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen.

Im Westen dieser beeindruckenden Stadt liegt der Stadtteil Spandau und hier befindet sich die Zitadelle. Diese imposante Renaissancefestung ist eine auffallende Sehenswürdigkeit von Berlin. Wunderbar zwischen den Armen des Flusses Havel finden hier Gäste ein umfangreiches Programm vor. Die Besucher können diese Zitadelle das ganze Jahr besuchen, denn es existiert keine Schließzeit. Besonders interessant fanden wir, dass es in den alten Gemäuern in der kalten Jahreszeit über 10.000 Fledermäuse gibt, die diese Festung jedes Jahr als Winterquartier wählen. In einem Fledermausschauraum konnten wir uns über die Lebensweise dieser putzigen Tiere erkundigen. Auch ein Museum befindet sich in der Zitadelle, in der man laufend Ausstellungen über die Stadtgeschichte erleben kann. Finn war vor allem von dem ausgesprochen großen Kunstangebot in der Zitadelle angetan. Ich finde es immer so schön, wenn wir unsere unterschiedliche Sichtweise, über das was wir gerade sehen, austauschen können, auch wenn ich manchmal gar nicht nachvollziehen kann, wie er auf bestimmte Interpretationen gekommen ist.

Am Abend haben wir uns in dem geschichtsträchtigen Gewölbe der Zitadelle noch einen Gaumenschmaus der ausgefallenen Art gegönnt. In der „Zitadellen Schänke“ erlebten wir bei einem 7- gängigen Menü in urigen Ambiente, umgeben von Bänkelsängern, Gaukler und Hexen, die rustikale Küche des Mittelalters. Eine von den Hexen, die sich in Schauspielerin Manier, kurz auf seinen Schoß setzte und ihn dabei etwas umgarnte, hatte es Finn besonders angetan. Danach schielte er während des ganzen Abends immer wieder zu ihr hin. Ja, ich kenne doch den Geschmack von meinen Finn, denn diese Hexe war alles andere als hässlich.

Grusel im Bunker und Hitzekoller

Wie schön, dass Finn auf meinen Wunsch eingegangen ist unseren Kurzurlaub in Berlin zu beginnen. Auch wenn ich schon viele andere interessante Städte gesehen habe, liebe ich diese aufregende Stadt einfach. Nach einem kuscheligen Frühstück im Bett, machten wir uns auf dem Weg in die „Berliner Unterwelt“. Diese Stadt ist nicht nur über Tage eine sehr attraktive Stadt, sondern auch unter Tage sind außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Sie verfügt über ein einzigartiges Labyrinth an unterirdischen Bauwerken. Ein eingetragener Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht diese Sehenswürdigkeiten den Besuchern zugänglich zu machen und verschiedene Touren anzubieten. Es wurde mir schon etwas schwummerig, nachdem wir uns für den  „Classic- Rundgang“ entschieden hatten, um auf diesem Bunker-Rundgang eine bemerkenswerte unterirdische Infrastruktur zu erleben. Als wenn die Zeit hier stehen geblieben wäre. Mir kam die Vorstellung, dass es schrecklich unheimlich sein müsste, hier unten alleine sein zu sein. Nach einiger Zeit merkte ich, dass auch Finn sich etwas unbehaglich fühlte. Ich hatte bei meinen Vorschlag zu dieser Führung gar nicht mehr daran gedacht, dass er Probleme mit engen Räumen hat. Der Ärmste, er hat das hauptsächlich für mich in Kauf genommen! Obwohl dieser Rundgang wirklich spektakulär war, waren wir froh nach ca. 90 Minuten und etwa 1000 Meter unterirdischer Wegstrecke wieder Tageslicht zu sehen.

Dieser Tag war unglaublich warm, auf einem Thermometer lasen wir, 38 Grad im Schatten! Ich bekam total Appetit auf ein leckeres Eis. Wir liehen uns Fahrräder aus und fanden bald einen original italienischen Eissalon. Hier saßen wir in gekühlten Räumen und schauten durch das riesige Fenster hinaus auf das Treiben der Straße. Bei einer köstlichen Cassata, einer Eisbombe die aus Himbeer-, Vanille-, und Schokoladeneis mit kandierten Früchten besteht, verbrachten wir die heiße Mittagszeit.

Viel wollten wir heute nicht mehr unternehmen, uns war einfach nur danach ein lauschiges Plätzchen zu finden, wo wir den Nachmittag verbringen konnten. Finn erzählte mir, dass er, als er noch sein Geld mit der Gitarre als Straßenmusiker verdient hatte, einen schönen Platz direkt am Wasser der Havel gefunden hatte. Er sei gar nicht weit von uns entfernt, nur ein paar Straßen weiter. Von wegen! Als wir nach fast einer Stunde, in der glühenden Nachmittagshitze, noch immer nicht den Ort gefunden hatten, fing ich an quengelig zu werden. Sein toller Platz war mir langsam egal. Die Hitze bereitete mir Kopfschmerzen und ich wollte nicht mehr weiter. Er meinte, ich sollte unsere Suche doch als Abenteuer sehen. Pah, auf so eine Art von Abenteuer, bei dem ich ein Hitzschlag bekomme, kann ich verzichten! Zum Glück haben wir dann aber bald Finns Platz aus der Jugendzeit gefunden. Es war wirklich eine sehr schöne Stelle, an die er mich hingeführt hatte. Ganz ungestört konnten wir hier, unter einem schattenspendenden großen Baum liegend,  mit Blick auf das Wasser und die vorbeifahrende Boote, den vielleicht heißesten Tag des Jahres ausklingen lassen. Eigentlich fehlte nur noch seine alte Gitarre, mit der er mir ein zu Herzen gehendes Liebeslied hätte vorspielen können.

Süßes Verlangen

Heute Morgen haben wir erst mal ausgiebig gefrühstückt, um uns für die traumhafte Cote d`azur zu stärken. In einer typisch französischen Confisserie deckten wir uns mit Pralinen und Schokolade ein, bevor es an die Cote d`azur ging. Die Confisserie war ein Traum. Süßliche Düfte, die einem wahrlich die Sinne rauben können, machten sich dort breit. Man wurde so praktisch dazu gezwungen, etwas Naschwerk mitzunehmen.

Die Fahrt an die Cote d`azur dauerte etwa 2,5 Stunden. Dort wartete auch gleich die nächste süße Verführung auf Finn und mich. Wir ließen uns in einem Restaurant nieder und aßen zu Mittag. Ich liebe Apfelkuchen und so entschied ich mich für eine Tarte Tatin als Dessert, die jeden Apfelkuchen in den Schatten stellt. Bei einem Tarte Tatin handelt es sich um einen französischen Apfelkuchen mit Karamell. Eine Tarte Tatin ist eine Monsterkalorienbombe. Das Hüftgold, das dadurch entsteht, kann man aber bei diesem einzigartigen Genuss verschmerzen. An der Cote d`azur machten wir einen langen Strandspaziergang. Es war total romantisch, Arm in Arm mit Finn in Erinnerungen an die letzten beiden Wochen zu schwelgen.

Auf dem Rückweg nach Paris machten wir Zwischenstation in Tarascon. Finn wollte unbedingt noch eine Weinprobe erleben. Er meinte, das würde einfach dazu gehören, wo wir schon mal in Südfrankreich seien. In einem Touristenbüro informierte man uns über einen Weinkeller, der sich direkt am Fuße der hoch über der Rhône liegenden Burg von Tarascon befand. Es war dann ein ’98 Châteauneuf-du-Pape der uns so vorzüglich mundete, dass wir uns eine Holzkiste mit sechs Flaschen von diesem herrlichen Rotwein nach Hause schicken ließen. Der Maître des Vin erzählte uns, dass der Wein seine außergewöhnliche Qualität dem Kieselsteinboden verdankt, auf dem er gedeiht. Die Kieselsteine speichern die Wärme der Sonne, um sie nachts an die Trauben abzugeben. Leicht beduselt von dem köstlichen Tropfen, machten wir uns auf dem Weg zur Bahnstation, wo wir noch einen kleinen Imbiss zu uns nahmen, um bald darauf den Zug in die französische Metropole zu besteigen. Etwas wehmütig dachten wir während der Fahrt daran, dass es leider übermorgen schon wieder in Richtung Heimat geht.

Gegen Abend machten wir uns wieder auf zurück ins Hotel. Zuhause haben wir nur eine Dusche, also verzogen Finn und ich uns noch einmal in die traumhafte Badewanne, bevor wir ins Bett gingen. Die Köstlichkeiten aus der Confisserie von heute Morgen nahmen wir mit. Die Pralinen musste ich mit ihm teilen, obwohl ich mich wehrte. Dafür entlohnte Finn mich mit unzähligen Küssen auf all die Stellen, an denen ich es so gerne mag . Noch ein letztes Mal sollten sich unsere Lippen in diesem King-Size-Bett berühren und sich unsere Körper vereinen, bevor wir das Licht ausschalteten.

Froschschenkel in Aspik

Gestern haben wir unseren letzten Abend in der Traumstadt London verbracht. Es war wirklich eine aufregende Zeit dort, wenn sie auch durchaus noch hätte länger sein können. Gestern Morgen fuhren wir mit dem Taxi zum Bahnhof. Im Zug spielten wir obligatorisch wieder ein paar Runden Uno. Diesmal hat Finn sogar eine davon gewonnen. Nur 3 Stunden später eroberten wir Frankreich.

Ich war total aufgeregt. Schließlich war ich noch nie in Paris, das auch liebevoll als „Stadt der Liebe“ bezeichnet wird. Ob die Stadt wirklich so romantisch ist, wie jeder sagt?, habe ich mir gedacht. Was ich bisher gesehen habe, hat mich definitiv überzeugt. Was ich über Frankreich wusste, war, dass die Franzosen Froschschenkel verspeisen, was mir allein bei dem Gedanken schon eine Gänsehaut verpasst. Zudem sollen die Franzosen sehr arrogant sein. Aber die französische Sprache klingt einfach wundervoll.

Wir hatten Glück! Finn und ich mussten keine Froschschenkel in Aspik essen und nur wenige der Franzosen kamen wirklich überheblich rüber. Die meisten waren ausgesprochen nett und hilfsbereit. Als wir fragten, wo man einen guten Wein trinken könne, hieß die Antwort prompt, dass wir unbedingt das „Le Rubis“ besuchen sollten, dort würde es den besten Wein der Stadt geben. Dabei handelt es sich um eine Weinbar. Wie wir später feststellen konnten, wurden wir nicht enttäuscht und der Wein war ausgezeichnet. Zum guten Tropfen bestellten wir noch eine Käseplatte, die ebenfalls sehr lecker war. Danach sahen wir uns die Stadt noch ein wenig an und planten den morgigen Tag. Im Hotel angekommen, inspizierte ich das Bad, wo ich eine riesige Badewanne vorfand. Finn und ich haben also, bevor wir bald ins Bett fallen, noch einen aufregenden Plan. Unbeding müssen wir auch noch das perfekte Motiv für ein Foto besuchen – den Eiffelturm.

Without vinegar oder schallendes Gelächter

Den Sonntag verbrachten wir  in Leipzig. Wir besuchten einige für uns interessante Museen und besichtigten imposante Bauwerke wie das Reichsgerichtsgebäude. Finn wollte unbedingt noch in das Sportmuseum und ich wollte in das Museum der Bildenden Künste. Also besuchten wir sie beide. Das Museum der Bildenden Künste hat mir wirklich beinah den Atem geraubt. Dort gab es eine extrem umfangreiche Bildersammlung vom späten Mittelalter bis hin zur Moderne. Wirklich sehr beeindruckend. Doch dann war es auch schon wieder an der Zeit, dass wir uns vom schönen Leipzig verabschieden mussten. Natürlich hatte der Zug mal wieder Verspätung und das, wo ich doch so ungeduldig bin. Wir hatten einen Zug mit Schlafwagen gebucht und schliefen während der zwölfstündigen Fahrt erst mal aus. Ich muss sagen, dass ich sehr schlecht geschlafen habe.

Gestern Morgen kamen wir in London an. Finn und ich waren irre hungrig und beschlossen, ein typisch englisches Gericht zu und zu nehmen. Fish & Chips standen auf dem Speiseplan. Finn liebt dieses Gericht. Ich würde es auch mögen, wenn da nicht die Sache mit dem Essig wäre. Ich überlegte, ob es frech wäre, die Chips „typisch deutsch“ zu bestellen. Wir betraten einen Imbiss. An der Theke stand eine etwas bullige Frau, die ein wenig unfreundlich dreinblickte, wie ich fand. Nachdem ich bestellt hatte, erhellte sich ihr Gesicht und Sie brach in schallendes Gelächter aus, sodass ich im ersten Moment erschrak. Die Engländer haben nun einmal einen sehr trockenen Humor. Aber ihr Lachen war sehr ansteckend. Aber warum lachte die dralle Dame denn? Sie fand es urkomisch, dass ich meine Chips without vinegar, also ohne Essig bestellte. Sie grinste Finn an, der seine Chips in typisch englischer Manier geordert hatte. Scheinbar kommt es nicht oft vor, dass jemand Fish & Chips ohne Essig bestellt. Finn und ich haben noch den ganzen Tag über diese Situation lachen müssen. Ich freue mich schon besonders auf den morgigen Tag, dann geht’s nämlich ins Uhrenmuseum und natürlich zum Shopping.