Erste griechische Impressionen

Bevor gestern Abend unser Flug nach Zakynthos in Griechenland abhob, haben wir noch dem KDW einen Besuch abgestattet. Die Auswahl dieses Kaufhauses ist absolut beeindruckend, aber was mir gar nicht gefallen hat, war die schlechte Luft in dem Haus. Trotzdem bin ich nicht umhin gekommen, mich in der Abteilung mit den vielen Damentaschen, länger aufzuhalten. Finn war nach einiger Zeit etwas genervt, was ich eigentlich auch verstehen kann, weil ich mich wieder einmal so schlecht entscheiden konnte. Während er schnell einen neuen Rucksack für die Wanderung fand, die wir uns für Griechenland vorgenommen haben, brauchte ich mindestens noch zwanzig Minuten, bis ich mich für eine schöne und vor allem geräumige Handtasche für meinen ganzen Krimskrams entschieden hatte.

Eigentlich bin ich ja nicht so für Pauschalreisen, aber dieses Lastminute Angebot für einen einwöchigen Tauchurlaub inklusive Wandern konnten wir uns einfach nicht entgehen lassen. Und da ich in meiner Jugend schon einige Male griechischen Inseln einen Besuch abgestattet habe, schien Zakynthos genau das Richtige zu sein. Eigentlich wollte ich uns eine Ferienwohnung mieten. Finn bestand jedoch darauf mit einer kostengünstigeren Pension vorlieb zu nehmen, da wir ja die meiste Zeit eh unterwegs sein würden. Zudem seien die Ferienwohnungen auf Zakynthos extrem überteuert, meinte er.

Als ich heute Morgen in unserer Pension aufwachte, meinte Finn zu mir, dass es regnen würde. Und richtig, am Fenster hörte es sich nach einem kräftigen Platzregen an! So dachte ich jedenfalls, doch wie sich schnell herausstellte, war es dann nur eine falsch platzierte Rasensprenkleranlage die auf unser Fenster ausgerichtet war.

Unseren ersten Ausflug machten wir, nach einem ziemlich kargen Frühstück, zur Westküste der Insel. Der Blick der uns hier auf das weite Meer, auf die Berge und Felsen erwartete war einfach umwerfend. Ich bin immer sehr berührt von so viel eindrucksvoller Natur. Hand in Hand standen Finn und ich auf einem Aussichtpunkt und genossen die Weitsicht

Die Mittagszeit, die doch sehr heiß war, verbrachten wir im Bett. Weil uns von der Reise noch ein wenig die Müdigkeit in den Knochen steckte, war Ausruhen angesagt. Aber Finn wollte dann doch lieber was anderes, und ich eigentlich auch. So war der Schlaf danach zwar kürzer, dafür aber um so schöner.

Da der erste Tauchausflug erst morgen beginnt, hatten wir heute Zeit uns den Strand anzuschauen, an dem die vom Aussterben bedrohte Meeresschildkröte Caretta caretta ihre Eier ablegt. Hier ist einer der wenigen Orte Europas, an denen man diese seltenen Tiere in freier Natur noch bewundern kann.  Aus 1000 am Strand abgelegten Eiern, schlüpfen nur ein bis zwei Schildkröten, die sich unmittelbar danach auf dem Weg zum Meer machen. Mich erinnerten diese herrlichen Geschöpfe, mit ihrer gemächlichen und eindrucksvollen Art, an Lisa, meine Schildkröte aus Kindertagen, die traurigerweise von Vaters Auto überrollt wurde. Vielleicht sollte ich mir wieder eine anschaffen?

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