In London ticken die Uhren anders

Abends waren wir noch in einer Bar und haben ein paar Cocktails getrunken, die es ganz schön in sich hatten. Im Gegensatz zu Lea war ich heute Morgen schon recht früh fit. Lea ist erst später aufgestanden und sah ziemlich verkatert aus. Sie sprang erst mal unter die Dusche, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Sie brauchte ziemlich lange und ich fragte, ob sie denn bald fertig sei. In dem Moment kam sie schon mit einem Handtuchturban auf dem Kopf und in ein Handtuch gehüllt aus dem Bad.

Lea bekommt jedes Mal, wenn sie etwas fotografiert eine ganz helle Stimme und quiekt: „Oh, wie schön, was für ein tolles Motiv! Perfekt!“ Auf dem Tisch lag ihre Kamera. Ich äffte sie nach und schoss ein Foto von ihr, während sie mir einen mahnenden Blick zuwarf. Dann stolzierte sie wie ein Model auf mich zu. „Ja, zeig der Kamera, dass du sie liebst“ ,witzelte ich. Lea stand nur noch wenige Zentimeter von mir entfernt, als ihr das Handtuch vom Körper rutschte. Nun stand sie völlig nackt in ihrer ganzen Schönheit vor mir und lächelte. Ich reichte ihr die Hand und zog sie näher zu mir. Sie kletterte auf meinen Schoß, schlang ihre Arme um mich und flüsterte mir ein paar liebe Worte zu, bevor sie mich küsste. Der Rest unterliegt der Zensur und bleibt Lea und mein süßes Geheimnis. Nach unserem kleinen morgendlichen Abenteuer waren wir hellwach und hungrig. Wir frühstückten noch eine Kleinigkeit und machten uns dann auf zum Uhrenmuseum.

Lea hat bereits eine beeindruckende Uhrensammlung, aber mit dem Clockmaker`s Museum kann sie nicht mithalten. Das Londoner Uhrenmuseum beherbergt die älteste Uhrensammlung der Welt. Mehr als 700 Uhren können dort besichtigt werden. Der Eintritt ins Clockmaker`s war kostenlos, was uns natürlich zu Gute kam, wo wir doch bereits in den anderen Städten so viel Geld fürs Shoppen ausgegeben haben und London auch noch auf uns wartete. Das Uhrenmuseum gehört zur Clockmakers Company, die zusätzlich auch eine Bibliothek beherbergt. Ein Großteil der Bücher stammt von britischen Uhrmachern, die wirklich wahre Meisterwerke geschaffen haben wie man im Museum sehen konnte. Große Standuhren, Taschenuhren, Armbanduhren soweit das Auge reicht und dabei war eine Uhr schöner als die andere. Lea war hin und weg und hätte am liebsten das eine oder andere Modell mitgenommen.

Nach unserem Museumsbesuch gingen wir erst mal ausgiebig shoppen. Natürlich kauften wir auch zwei „I love London“-Shirts sowie etliche Souvenirs für uns, die engsten Freunde und die Familie. London ist wirklich eine atemberaubende Stadt. Überall verrückte Leute und irrsinnig schöne Plätze und Sehenswürdigkeiten. Wir werden die Stadt bestimmt irgendwann noch mal besuchen. Morgen schon verbringen wir schweren Herzens unseren letzten Abend in London und dann geht es auf ins vermutlich romantischste Land der Welt.

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