Pictures from you in Leipzig

Der Aufenhalt in Berlin mit Lea war sehr anstrengend, aber auch spaßig. Dementsprechend fielen wir abends total kaputt ins Bett. Das war aber eigentlich auch gut so, sonst hätten wir den für Lea heute vermutlich aufregendsten Tag in Leipzig nicht überstanden. Neben ein bisschen Sightseeing, mussten wir natürlich Lea zuliebe auch das Kamera- und Fotografiemuseum besuchen. Lea liebt die Fotografie. Natürlich hatte sie auch ihre Kamera mit dabei und knipste, was das Zeug hält. Lea knippst auch ständig Freunde, die Familie und mich, was manchmal wirklich nerven kann. Sie hat, wenn es um Fotos geht, die Mentalität von Japanern. Die fotografieren auch alles, was ihnen vor die Linse läuft. So werden wir nach unserem Urlaub tausende Fotos von Berlin, Alkmaar, Leipzig usw. haben, um in Erinnerungen schwelgen zu können.

Im Kamera- und Fotografiemuseum in Leipzig werden auch Führungen angeboten. Der Eintritt ins Museum kostete 3,– Euro. Wir hätten gerne an einer Führung durchs Museum teilgenommen, aber leider wird diese erst ab einer Gruppe von 10 Personen angeboten. Wir waren frühzeitig im Museum und es waren noch nicht sehr viele Leute da, so dass wir den Museumsbesuch auf eigene Faust unternehmen mussten. Sonst hätten wir uns einfach einer Gruppe anschließen können.

Das Museum ist in einem wunderschönen Fachwerkhaus untergebracht, das sich über zwei Etagen erstreckt. Unzählige Kameras zierten die Räume. Kameras, die im Gegensatz zu den heutigen Digitalkameras, riesengroß erschienen. Die Räume waren sehr liebevoll gestaltet. Nicht nur historische Kameras luden dazu ein, besichtigt zu werden, sondern auch Fotografien. Besonders auffällig war jedoch eine riesige Reprokamera von Hoh und Hahne. Im Museum war ganz klar eine Linie zu erkennen, die die damalige Technik bis heute fortführt. Im ersten Stock finden wechselnde Fotoausstellungen statt. Die Fotos konnten uns, besonders Lea, genauso sehr beeindrucken wie die Kameras, worunter sehr bemerkenswerte Exemplare zu finden waren, unter anderem ein so genannter Stereogucker. Ich hatte von so einem Ding noch nie etwas gehört. Lea wusste mit diesem Begriff durchaus etwas anzufangen. Der Stereogucker zeigt zwei Bilder, die das menschliche Gehirn in ein 3D-Bild umwandelt, wie Lea mir erklärte. Im Grunde genommen handelt es sich dabei jedoch um eine optische Täuschung. Das Kamera- und Fotografiemuseum vereint gekonnt Technik und Kunst und ist in jedem Fall einen Besuch wert. Bald geht’s dann auf in die lebendige Stadt London.

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